Die Sieben-Sterne-Insel

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Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz lässt auf seiner Fiji-Insel Laucala gerade ein Luxusresort bauen, das sieben Sterne anstrebt. Locals sprechen von rund 15000 US-Dollar, die ein Gast pro Nacht zahlen soll. Die geschätzten 340 Millionen Dollar Baukosten müssen ja auch, zumindest ansatzweise, wieder reinkommen. Wir haben mal vorbeigeschaut und Fotos gemacht – von der Garteninsel Taveuni aus ist Laucala nur einen Bootstrip entfernt. Noch jede Menge Leute sind dort beschäftigt, aber das Resort sieht schon nach etwas aus. Es ist im Fijian Style aufgezogen, mit dekorativen Palmdächern, wirkt  wenig pompös und ist wunderschön in die Natur der Insel integriert. Zum Beispiel gibt es einen grandiosen Felspool.

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Spaghetti als Notreserve

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Damit wir uns schnell in unserer Hütte in der Namata Bay einleben, haben wir viele Besorgungen gemacht. Während wir daheim auch mit "Reiselektüre" auf die Frage "Was würden Sie auf eine Insel mitnehmen?" geantwortet hätten, haben wir jetzt eine nüchterne Liste erstellt. Hier unsere fünf wichtigsten Survival-Einkäufe:

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Daheim in der Namata Bay

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Jetzt haben wir uns endlich für einen Standort entscheiden können. Eigentlich sind es zwei. In einer einsamen Bucht im Norden der Insel Qamea haben wir eine versteckte und in die Jahre gekommene Holzhütte entdeckt, die einst ein Australier hier hinterließ und heute eine fijianische Familie pflegt. Wir werden jede Menge Arbeit haben, sie aufzurüsten – aber die Lage ist es wert. Die Namata Bay ist in der Nähe des Dorfes Vatusogosogo, das wir bereits besucht haben. Zweieinhalb Stunden Fußmarsch durch den Busch, sagen die Locals, besser mit Buschmesser. Im Dorf Vatusogosogo wollen wir in den nächsten Monaten mit einheimischer Hilfe unsere kleine traditionelle Fiji-Bure bauen und dort immer wieder das Dorfleben mitbekommen. So unser Plan. Dann hätten wir die ersehnte Abgeschiedenheit, aber auch fijianische Gemeinschaft. Wir gehen es langsam an und finden uns erstmal an unserem Strändchen ein. Das Settlement vom anderen Ende hat uns zum Kavatrinken eingeladen.

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Die Killer an der Decke

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Nina schreit ja gerne, wenn sie Tiere entdeckt. Beim Gecko sollte sie sich das abgewöhnen. Er wird uns wohl eine längere Zeit begleiten und unser nicht immer stiller Mitbewohner sein.


Lavena: Wasserfall im Rücken

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Tja, auch in der Südsee kann das Leben kompliziert sein. Lavena ist ein wunderschönes Dorf mit Wasserfall ums Eck. Wenige Kilometer Fussmarsch, und wir wären in unserem Pool. Um direkt an den Wasserfall zu kommen, muss man die letzten Meter schwimmen. Die Einheimischen klettern an der Felswand hoch und springen die zehn Meter hinunter. Wir haben Lavenas Dorfchef besucht, um über unser Jahr zu reden. Er hat uns drei Plätze für eine Hütte angeboten – leider aber nicht den, den wir uns vorgestellt hätten.

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Gefängnis für Schwarzfahrer

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Busfahren in Fiji macht Spaß. Als ich das letzte Mal ein kleines Schildchen über mir gelesen habe, bin ich allerdings etwas erschrocken. Wer ohne Fahrkarte fährt, erwartet eine Strafe zwischen 50 Fiji Dollar und drei Monaten Gefängnis. Hui.


Da hinten ist Yanuca

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Verlockend, aber unrealistisch als dauerhafter Standort: Yanuca. Die kleine Insel nördlich von Taveuni gehört zu den Ringgold Islands. Wenn die See stürmisch ist, geht schon mal wochenlang kein Boot. Außerdem gibt es kein Trinkwasser, wie uns ein Inselbewohner verraten hat. Aber wir könnten ja Fiji Water mitnehmen.


Vatusogosogo oder Kocoma?

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Die Dörfer auf der Insel Qamea haben unterschiedliche Eindrücke bei uns hinterlassen. Sie gefallen uns beide, und wir stecken ein bisschen in einem Dilemma. Für welches Dorf sollen wir uns entscheiden: Vatusogosogo oder Kocoma? Oder am Ende doch für ein Dorf auf Taveuni, der drittgrößten Insel Fijis? Da wäre noch Lavena Beach, eine abgelegene Gegend im Osten Taveunis. Drei Optionen, drei wunderschöne Plätze für eine Südseehütte. Es wird schwer werden.

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Das erste Mal

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Es ist alles halb so wild gewesen mit dem Gastgeschenk. Aber es war sehr gut, dass wir unsere Waka-Bündel dabei hatten. Beide Dorfchefs auf der Insel Qamea haben uns willkommen geheißen. Sie hielten eine fijianische Eröffnungsrede und nahmen sich anschließend alle Zeit der Welt für uns. "You are now one of us", sagte die Frau des Chefs im ersten Dorf. Wir achteten übertrieben genau auf Förmlichkeiten und machten hoffentlich alles richtig. Kava trinken mussten wir glücklicherweise nicht. Offenbar war es zu früh am Tag.

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Ehrfurcht vorm Sevusevu

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Es gibt hier in Fiji etwas, dem ich mit Nervosität entgegen sehe. Wer ein fijianisches Dorf besucht, bringt dem Dorfchef als Zeichen des Respekts ein Bündel Waka mit – das sind getrocknete Wurzeln einer Pfefferpflanze. Das Problem dabei: Man kann bei dem sogenannten Sevusevu so einiges falsch machen. Für Nina und mich stehen jetzt auf der Insel Qamea, auf der wir möglicherweise unser Jahr verbringen wollen, auch zwei Dorfbesuche an. Qamea ist die kleine Nachbarinsel der Garteninsel Taveuni, wo wir momentan sind.

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