
Da ist es doch tatsächlich passiert: Nina hat beim Routinebesuch der Lufthansa-Website bemerkt, dass unser Flug gestrichen worden ist. Eigentlich egal, wir haben jetzt ja Zeit. Und Streiks haben ihren Sinn. Nur der damit verbundene Aufwand für den Fluggast ist erschreckend. Eine chronologische Zusammenfassung des Ärgers, den wir diese Woche mit der Lufthansa hatten:
Bei checkmytrip solle man nachschauen, ob der jeweilige Flug noch besteht – hieß auf der Lufthansa-Website. Die Sache war nur: Dort wurde uns bestätigt, dass es bei unserem Sonntagsflug über L.A. bleibt. Auf einem Sonderflugplan der Lufthansa wiederum, die ja auch checkmytrip als Quelle empfohlen hatte, war unser Flug verschwunden. Ja, liebe Leute, was denn nun?
Glücklicherweise fand sich in all den unzuverlässigen Angaben eine Hotline-Nummer, die eine schnelle Lösung versprach. Im Grunde wussten wir schon vorher, worauf das hinausläuft. Am Donnerstagabend hingen wir mehr als eine halbe Stunde lang in der Warteschleife, zur Ablenkung wurden tolle Serviceangebote der Lufthansa besprochen. Wir haben irgendwann entnervt aufgegeben.
Am Freitagmorgen ging es weiter. Eine Mitarbeiterin hat uns erklärt, dass wir entweder am Mittwoch mit der Lufthansa fliegen können (der Streik war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Ende). Oder am Sonntag noch mit fünf weiteren Airlines nach Los Angeles. Dann hat sie noch gemeint: Da wären überall freie Plätze, die man aber erst am Flughafen buchen könne. Sie könne da eben auch nichts machen. Ist aber nicht weiter schlimm, die mehr als 3000 Euro von uns hat die Lufthansa ja schon kassiert.
Zur Sicherheit haben wir anschließend beim Reisebüro darum gebeten, uns bitte zwei der Plätze in den fünf Airlines nach L.A. zu reservieren. Das hätte man dort gerne gemacht, allerdings handelte es sich bei allen Flügen um Flüge mit Zwischenstopps, bei denen die Teilstrecken teilweise ausgebucht waren. Im Klartext: Statt nach Fiji zu gelangen, hätten wir es wohl maximal nur nach Paris geschafft.
Also hat Nina wieder bei der Lufthansa angerufen, in der Hoffnung, ähnlich qualifizierte Auskunft zu bekommen wie bisher. So war es dann auch. Der Mitarbeiter war aber sehr nett. Er suchte bereitwillig alle Airlines nach freien Plätzen ab, die Anleitung bekam er von Nina. Sie hat ihn auch darauf aufmerksam gemacht, dass er statt Sonntag mal unter Montag suchen kann, wo endlich der geeignete Ersatzflug für uns aufgetaucht ist. Wir fliegen jetzt anstatt linksrum einfach rechtsrum um die Welt. Über Seoul, Südkorea.
Per E-Mail hat der Lufthansa-Mitarbeiter uns im Anschluss an das Telefonat die Umbuchung auf den Flug mit Korean Air bestätigt. Im Anhang hat er uns ein Formular mitgeschickt, dass wir für die Einreise in die USA brauchen. Offensichtlich hat er übersehen, dass wir nun nicht über L.A. fliegen, sondern wie von ihm umgebucht, über Seoul.
Wir fahren nun am Montag acht Stunden vor unserem Abflug zum Frankfurter Flughafen, um unsere Tickets umschreiben zu lassen. Das müssen neben uns wohl noch einige weitere Reisende. Aber wie gesagt: Wir haben jetzt ja Zeit. Fijitime. Vielleicht müssen wir noch etwas lockerer werden. Wäre möglicherweise ganz spannend gewesen, heute umsonst am Flughafen zu stehen.
Mag jemand unsere bereits umgewechselten US-Dollars? Die können wir in Südkorea nicht gebrauchen. Oder sollen wir sie lieber den Lufthansa-Mitarbeitern als Trinkgeld geben?
Lufthansa-Flug geplatzt
adrian |
03.08.2008, 12:03
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Tags:
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3 Kommentare
Dein Kommentar
Philipp:
Sonntag, 3. August 2008, 18:52
Sonntag, 3. August 2008, 18:52
Hallo Adrian und Nina,
ich wünsche euch viel Erfolg! Hab net gewusst, dass ihr so hart seid :). Kommt heile wieder…
Lg
Philipp
Andy:
Montag, 4. August 2008, 00:14
Montag, 4. August 2008, 00:14
Hallo ihr zwei Auswanderer auf Zeit,
heute geht’s los für euch! Wir wünschen euch einen guten Flug und eine tolle Zeit auf den Fidschis! Und dir, Adrian, natürlich viel Anglerglück und ein gutes Händchen beim Bauen der Hütte! ;-)
Andy & Saskia

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Sonntag, 3. August 2008, 16:35
Na, das fängt ja gut an!!! Aber selbst bei Lufthansa muss man wohl mit allem rechnen! Nur gut, dass Euch nichts erschüttern kann! Wünsch’ Euch toi, toi, toi für das Jahr und viele tolle Erfahrungen! Würde am liebsten mitkommen!