
Irgendwann kommt man nicht drum herum, das zu lernen, was viele in unserer Bucht schon lange können. Genügsam sein. Ein bisschen jedenfalls. In den letzten Wochen ist es so trocken gewesen, dass plötzlich das Wasser nicht mehr durch die Leitung wollte, an die uns Nachbar Thomas im September angeschlossen hatte. Die Quelle aus dem Regenwald oberhalb der Namata Bay führte immer weniger Wasser, und auf einmal war der Druck weg. Drei Tage hat es gedauert, bis das Problem behoben war – die Wasserleitung verläuft jetzt ein paar Meter weiter oben. Gut, dass es einen Regentank gibt. So konnten wir unser Trinkwasser abkochen, das Geschirr spülen und einen Eimer für die Toilettenspülung abfüllen. Duschen war ein bisschen kompliziert, weil der Wasserdruck aus dem Tank so schwach ist, dass man auf dem Boden sitzen muss. Eine ganz neue Perspektive, kann ich nur sagen. Nina schimpft seither auch nicht mehr, dass wir kein warmes Wasser haben. Hauptsache Wasser!

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