Beerdigung auf Fijianisch

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Eine ganze Woche lang haben die Leute in der Namata Bay von einer bald stattfindenden Beerdigung im Dorf Togo gesprochen. Und ob wir denn vielleicht mitkommen wollten, man würde sich freuen. Ein komisches Gefühl hatten wir bei dieser Sache schon, aber unsere Nachbarn ließen einfach nicht locker. Also gingen wir eben hin und erlebten eine große und lange Zeremonie, bei der das ganze Dorf unterwegs und immer irgendwie beschäftigt war.


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Als wir mit dem Boot ankommen, sind viele der mehr als 100 Gäste schon da. Nachbar Thomas drängt mich immer wieder, viele Fotos zu machen. Und ich merke schnell, dass das hier ganz normal ist. Eine Frau filmt die Zeremonie sogar. Viele der Gäste sind mit einem kleinen Passagierboot von Taveuni aus gestartet und werden dann mit kleineren Booten zwischen den Mangroven hindurch ins Dorf gefahren. Togo liegt versteckt hinter dichten Mangroven und ist vom Meer aus kaum zu sehen.

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Bevor es in das Dorf hineingeht, kommen wir an der offenen Küche vorbei. Dort dampft bereits das Essen in den vielen Töpfen. Tagelang haben sich Togos Bewohner den Vorbereitungen der Beerdigung gewidmet.

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Der Leichnam des verstorbenen Mannes kommt mit dem Schiff aus Suva, der Hauptstadt Fijis, an. Dort hat er als Handwerker gearbeitet. Im Dorf Togo ist er geboren worden und aufgewachsen. Mit weißen Hemden und schwarzen Sulus bekleidete Männer tragen den Holzsarg zum mit Wellblech überdachten Gemeinschaftsplatz, wo bereits der Chef des Dorfes (Tui) und weitere Chefs der benachbarten Dörfer warten.

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Hier drei Bilder von der Beerdigungszeremonie

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Nach der etwa halbstündîgen Zeremonie wird der Holzsarg dem Dorf übergeben; zusammen mit vielen fijianischen Matten, die von der Familie des Verstorbenen mitgebracht wurden – als Geste des Dankes.

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Während die Frauen und die Angehörigen in der Kirche sind, trinken die Männer aus dem Dorf Kava. Als Gast war ich dazu eingeladen. Um die Kavaschüssel, so verlangt es der Brauch, sitzen immer drei Männer und schenken aus. Nach jeder bowl klatscht die Runde drei Mal.

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So voll sind die Kirchen in Fiji, viele Leute warten draußen.

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Nach der Kirche wird der Leichnam am Hang überhalb des Dorfes, umringt von Kokosnusspalmen, Bananen und Dschungel, begraben. Und dann kommt das, auf was viele schon eine Weile warten: das gemeinschaftliche Essen. Für die weit angereisten Gäste aus Suva und anderen Inseln ist das die erste Mahlzeit am Tag, und das am frühen Abend um 17 Uhr.



3 Kommentare
Dein Kommentar
 

Ronny:
Donnerstag, 23. Oktober 2008, 10:09

Hi Adrian und Nina.
Irgendwie seltsam, aber das Thema passt zu dem, was ich zu berichten habe. Ich hab ne traurige Nachricht:
Eins meiner Kaninchen ist gestorben. Xenia, die ältere meiner 2 Kaninchen hats erwischt. Sie ist während ich beim Tierarzt warten mußte eingeschlafen. Sie hatte ne schlimme Wunde am Hals.________

Ronny

Klaus:
Freitag, 24. Oktober 2008, 21:46

Hallo Ronny
schau doch zur Abwechslung mal in die FRAU VON HEUTE vom Freitag 24.10.2008 . Auf Seite 38 und 39 sagt das FIjipärchen “Wir wollen hier leben wir Robinson Crusoe” und Fotos gibts auch dazu.
Viele Grüße
Klaus

Gabi Emmert:
Sonntag, 26. Oktober 2008, 17:06

Hallo Adrian und Frau!
Habe Euren Bericht über die Trauerfeier gelesen.Glauben die Fijianer an ein Leben nach dem Tod?
Viele herbstliche Grüße aus Hüffenhardt und Siegelsbach
vom Friseursalon



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