Ausflug nach Vanua Levu

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Das wollten wir uns schon lange gönnen: Eine mehrtägige Reise auf Fijis zweitgrößte Insel Vanua Levu, ganz im Norden. Wir haben die kleine Grace Ferry aus Taveuni genommen, bei der Überfahrt ein paar Delfine beobachtet und uns dann ganz der Suche nach wunderschönen, abgelegenen Plätzen gewidmet. Die meisten davon haben wir im Nordosten von Vanua Levu gefunden, wo eine frisch geteerte Straße an Zuckerrohrplantagen und Reisfeldern vorbei bis ins Nichts führt. Bilder sagen hier mal wieder mehr als Worte.

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Der Sturm

So voller Euphorie haben wir unseren Nachbarn und Bootsmann Thomas noch nie erlebt. Dass das Meer rauh ist, wussten wir zwar. Aber als wir zusammen im Boot sitzen und der Sturm aufzieht, sind wir doch ein wenig baff. Es sieht so aus, als würde jemand eine schwarze, endlos hohe und lange Wand auf uns zuschieben – um uns zu zermalmen. Thomas sagt irgendetwas von Hurrikansaison und lacht wie ein Kind an Weihnachten. Wir würden jetzt übrigens gleich nass werden, meint er. Erst komme der Wind, dann das Wasser von oben. Völlig routiniert wartet Thomas auf den Regenschleier. Eigentlich ist das kein Schleier, sondern ein Wasserfall direkt aus dem Himmel. Während ich mich frage, ob wir heute sterben müssen, lacht Thomas nochmal laut auf. Wir überspannen das Boot mit einer Plane, der Regen prasselt über uns hinweg. Thomas tuckert langsam über die Wellen. Ein paar Minuten später ist alles vorbei, Thomas begeistert. Das wollte er uns schon lange mal zeigen.


Flaschenpost gefunden

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Nachbar Floyd ist schon lustig. Kommt am Strand daher und sagt völlig beiläufig: "Ich habe gerade eine Flaschenpost gefunden." Zuerst habe ich gedacht, er will sich ein Späßchen erlauben, aber dann hat er mir die noch feuchten Briefe in die Hand gedrückt. Tatsächlich, das ist eine echte Flaschenpost! Unglaublich. Und sie ist bereits vor dreieinhalb Jahren, am 9. Juni 2005, ins Meer geworfen worden – von einer neuseeländischen Familie, die gerade mit ihrer Yacht auf dem weiten Weg von den Galapagos- zu den Marquesas-Inseln war. Hier ein paar Auszüge daraus:

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Was ist das?

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Zuerst dachte ich an eine Gottesanbeterin, aber sind die so groß? Immer wieder erstaunlich, was bei uns im Garten herumkriecht.


Vergesst Louis Vuitton

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Es macht immer wieder großen Spaß, bei Ruthy in unserer Lieblingsbucht Nukubalavu (übersetzt: langer Strand) vorbeizuschauen. Das letzte Mal hat sie uns eine Auswahl ihres leckeren Gemüses in einem Palmwedelkorb mitgegeben. Ganz schön kompliziert, einen solchen Korb zu basteln. Aber wunderschön, ziemlich praktisch und vor allem öko. Vergesst Louis Vuitton, das hier ist die neue Sommermode. Jedenfalls dort, wo gerade Sommer ist.

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Honeymoon im Pott

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Also, es ist eigentlich gar nicht so schwer, die Krabben zuzubereiten – es ist nur ungewohnt. Nachbarin Maria hat mir vier bereits gekochte männliche Krabben mitgegeben. "Hau’ einfach mit etwas drauf, dann kannst du das Fleisch aus den Zangen holen", hat sie gesagt. Tatsächlich, so geht das, aber man sollte nicht auf den großen Panzer in der Mitte schlagen – da spritzt braune Flüssigkeit raus.

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Open Water mit Happy End

Diese Story, von der die Fiji Times neulich berichtet hat, hört sich unglaublich an: Ein deutscher Taucher ist zwölf Kilometer lang durch die Nacht und für Haifische bekanntes Gebiet geschwommen – und lebend auf der Insel Taveuni angekommen. Ihm war beim Tauchgang der Sauerstoff ausgegangen, und als er aufgetaucht war, war das Boot zu weit weg und die Strömung zu stark. Er traf eine Entscheidung. Schwimmen, viel schwimmen. Man stelle sich vor, man hätte in einer solchen Situation kein Land in Sicht. Der begeisterte Taucher war am Tag darauf laut Fiji Times schon wieder unter Wasser. Crazy. Also wir sind mit dem Schnorcheln zufrieden.


Hilfe, die Krabben kommen

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Mitte November, es ist soweit. Die Nacht ist schön wie nie. Das Licht des Vollmonds strahlt von den Palmwedeln herab, der Strand leuchtet wie ein fluoreszierender Sticker. Das scheint auch den Krabben zu gefallen: Überall kommen große, rote Exemplare mit noch größeren Zangen aus ihren Löchern. Eine Invasion. Eine, auf die sich die Fijianer monatelang freuen – sie stehen auf das zarte Krabbenfleisch.

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Strandfundstück (II)

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Von diesen Muscheln gibt es etliche an unserem Strand. Wir dekorieren damit unsere Terrasse und den Lavaweg zur Hütte.


Das Maschinengewehr

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Ein Südseegarten kann vielfältig sein. Auf dem Lavafelsen neben unserer Strandlounge wächst jede Menge Chili. Man nennt das hier auch “The Machine Gun”, haben uns Nachbarn verraten. Jedenfalls ist nun doch glatt wieder das passiert, was schon vor zwei Jahren zum Problem wurde: Ich habe mir irgendwann in den Minuten nach dem Kleinhacken der Chili die Augen gerieben. Ein weiterer Beweis dafür, dass manchereiner aus Fehlern nicht lernt.

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