
Wenn das mal keine Aussicht ist. Uwe kann diesen Blick von seinem Deck aus jeden Tag genießen. Zusammen mit Frau Karin hat er es sich vor 20 Jahren auf unserer Nachbarinsel Taveuni gemütlich gemacht. Ein weites Korallenriff erstreckt sich vor dem kleinen Resort Karins Garden, das das Paar aus Deutschland betreibt – und in der Ferne ist Vanua Levu, Fijis zweitgrößte Insel, zu erkennen. An diesem sonnigen Tag hat sich eine Yacht ins Bild verirrt, links oben.

Karin und Uwe sind jahrelang auf Weltreise gewesen, bis sie den perfekten Platz für sich gefunden haben. Nach so vielen Abenteuern verspürten sie irgendwann das Bedürfnis, wieder sesshaft zu sein. Seither widmen sie sich mit großer Liebe ihrem Grundstück in Matei, dem Norden der Insel Taveuni.
Wir gehen die beiden immer wieder gerne besuchen, wenn wir von Qamea nach Taveuni schippern. Letztes Mal sind wir zusammen mit Uwe ins kleine Zentrum gefahren, wo es in Supermärkten (wenn man es so will) das Nötigste gibt. In Naqara, so heißt der Ort, findet sich sogar eine Bank. Leider eine, die nicht immer flüssig ist.
Was mir dort passiert ist – Uwe stand daneben und amüsierte sich – würde einem in Deutschland wohl niemand glauben. Der Filialleiter erklärte mir, es müsse erst wieder Geld in den Automaten. Zehn Minuten Geduld bitte. Eine halbe Stunde später ist es soweit. Ein Kind schaut mir dabei zu, wie ich meine Geheimzahl eintippe, dann kommt der Filialleiter hinter mir hervorgeschnellt und nimmt mir meine Kohle ab. "Ich zähle für Sie nach", sagt er, "manchmal gibt der Automat zu viel Geld aus."
Sega na lega, no problem. Als ob mich das stören würde.
Ja, Uwe und Karin kennen das. In Fiji ist alles ein bisschen anders.
Das Schöne ist: alles ein bisschen weniger hektisch. Man lässt sich Zeit. Man HAT Zeit. "Ich würde nirgendwo anders leben wollen", sagt Uwe.

Hinten links die schöne Bure für Urlauber, rechts Karins kleines Restaurant
Das Grundstück von Karin und Uwe ist sehr langgezogen, der Rasen vorbildlich gepflegt – und über einen verschlungenen Pfad geht es hinab an den privaten Strand. Hier kommt nie jemand vorbei, man hat also richtig seine Ruhe.
Das Allerbeste ist: Man kann Schweinebraten und Spätzle serviert bekommen. Mein Gott, hab ich mich darauf gestürzt. Danke, Karin!

Gut getarnt: ein Chamäleon zu Besuch in Karins Garten.

Und weg mit den Haaren: Karin hat mir gleich einen neuen Schnitt verpasst. Jetzt bin auch ich wieder gut getarnt.

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Montag, 15. Dezember 2008, 22:21
Hallo!
Ihr kennt mich zwar nicht, aber ich muss jetzt doch mal was loswerden.
Euer Blog ist spitze!! Habt ihr schön aufgezogen, super Bilder, tolle Geschichten…. klasse! Da kommt fast Neid auf – allerdings nur fast: Ich darf nämlich im Februar auch nach Fidschi und für sechs Monate dort leben. Nicht ganz so lange wie ihr, aber immerhin… Vielleicht trifft man sich ja! ich werde zwar die meiste Zeit in und um Suva sein, aber ich hoffe, auch mal auf die Inseln zu kommen….
Euch viel Spaß weiterhin und viele tolle Erlebnisse und genießt die Zeit!! Leider geht so was ja immer viel zu schnell rum…. Macht weiter so!
Liebe Grüße aus Deutschland, moce mada!