Flussaufwärts

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Fijis Garteninsel Taveuni ist an den Stränden schon weitgehend erschlossen – schlägt man sich aber durch den Dschungel, findet man wunderschöne, unberührte Stellen. Wie zum Beispiel diesen Wasserfall, der die Krönung unseres Flussabenteuers war. Wir hatten es ja geahnt: Irgendwo da hinten muss ein Wasserfall sein.

 

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Zusammen mit Herbert, einem erfahrenen Südseereisendem aus dem Schwarzwald, habe ich mich auf diese Tour begeben.

Wir starten im Nordosten der Insel Taveuni, an einem Fluss, an dem wir an Samstagen Fijianer ihre Autos waschen gesehen haben. Die fahren dann einfach das Auto rückwärts rein und schrubben. An Werktagen ist hier aber kein Mensch, es ist auch kein Dorf in unmittelbarer Nähe.

Der Fluss hat genau die richtige Größe für unser Vorhaben, an manchen Stellen ist er zehn Meter breit und trotzdem etwa einen Meter tief. Er kühlt uns bei dieser knallenden Hitze also immer schön ab. Es ist ziemlich beschwerlich, über die großen Steine am Flussufer zu laufen – und nach wenigen Metern entscheide ich mich, einfach barfuß weiterzugehen.

Geht viel besser!


Unglaublich, wie schnell wir mitten im Dschungel sind, umgeben nur von Natur. Ständig kommen wir an natürlichen Swimming Pools vorbei, die manche Kinder hier als ihr privates Schwimmbad nutzen. An einer Stelle im Fluss liegt ein riesiger Urwaldbaum quer, wahrscheinlich hat ihn einst ein Sturm umgepustet – und oben, an einer Kokosnusspalme hat jemand eine Liane festgebunden. Ideal, um Tarzan zu spielen. Großer Spaßfaktor.



Herbert im Whirlpool

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Ohne die vielen Pools und Erfrischungen hätten wir es an diesem Tag wohl kaum so weit ins Inselinnere geschafft, aber mit immernassem T-Shirt läuft es sich besser. Kleiner Nebeneffekt der Schwimmbäder: Fast jedes hat einen integrierten Whirlpool, siehe oben. Das Wasser ist glasklar.

Trotzdem lässt unsere Konzentration irgendwann nach und gelegentlich stürzen wir auch und rutschen von den Steinen ab, nicht ganz ungefährlich. Es passiert zum Glück nichts. Um eine der letzten Ecken vorm Wasserfall wollen wir eigentlich gar nicht mehr gehen, weil wir schon zu müde sind – aber unser Ehrgeiz treibt uns an.

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Als wir wieder keinen Wasserfall sehen, wollen wir aufgeben. Doch dann stoßen wir zufällig auf einen kleinen Pfad, der uns neue Hoffnung gibt. Den müssen wir noch gehen, entscheiden wir. Und finden Fundamente eines alten Dorfs aus kriegerischen Zeiten. Früher haben die Menschen im Inselinnern gesiedelt, weil sie dort besser vor Angreifern geschützt waren.

Als wir auf einem kleinen Hügel angekommen sind und der Pfad endet, sagt Herbert: "Adrian, wir sind am natürlichen Ende unserer Reise angekommen." Ich wollte schon bejahend nicken, da sehe ich Wasser über seiner Schulter, da hinten, über dem Fluss, im Dschungel versteckt. Ich schaue verdutzt drein, zoome mich ran. Ich kann es nicht fassen. Tatsächlich, ein Wasserfall.

So könnte ruhig jedes Abenteuerchen enden.

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Am Fluss entlang pflanzen Einheimische gerne Dalo (Taro), da ist die Erde besonders gut.

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Viele Urwaldriesen schmücken das Flusstal.



3 Kommentare
Dein Kommentar
 

evi:
Samstag, 17. Januar 2009, 13:41

Tolles Erlebnis..erinnert mich(ein bißchen)an unsere Wanderung im Bärental in Kärnten mit Abschluss auf der “Märchenwiese”..weißt Du noch?

Ronny:
Sonntag, 18. Januar 2009, 17:48

Mensch, Adrian das wär doch auch ne Tour für uns beide gewesen, was? Für solche Trips wär ich echt zu haben. Wann geht ihr jetzt eigentlich nach Neuseeland? Gruß Ronny

Kai Hiltmann:
Donnerstag, 22. Januar 2009, 18:00

Hallo, Adrian,
Herbert ist jetzt wieder da und hat erzählt, er habe auf einer einsamen Insel einen Deutschen getroffen, der auch mich kenne. Wie schade, dass ich bei Eurer Expedition nicht dabei war, die hätte mir auch Spaß gemacht. Ich werde mir noch genauer berichten lassen und grüße neidvoll aus dem kalten Schwarzwald. Kai



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