Die geheime Insel

einsameinsel1

Es gibt Neuigkeiten. Wir ziehen um.

Ein Bootsmann hat uns von einer Insel erzählt, die es bisher nur in unseren Träumen gegeben hat. "Es ist eine Art Geheimnis", hat er uns zugeflüstert. "Beautiful, beautiful."

Ja, und damit hat er uns sowas von um den Finger gewickelt, dass wir uns diese geheime Insel mal näher angeschaut haben.

Es ist wahr.


Diese Insel ist perfekt. Eigentlich kann es sie nicht geben, aber sie ist da. Mitten im Nichts, im endlosen Meer, einen elendslangen Bootstrip von anderen Inseln entfernt. Das ist wie in "The Beach".

Jetzt beginnt das richtige Abenteuer.

 

einsameinsel3

Der Strand ist so breit und grell, dass ich eine Vorstellung bekommen habe, wie das Licht am Ende des Tunnels aussehen wird.

Es steht nur ein Haus auf dieser Insel, das uns der Besitzer nun vermietet hat. Bisher seien hier nur Freunde von ihm gewesen, sagte er und wollte erstmal wissen, wie wir eigentlich auf ihn kommen.

Tja, der Bootsmann. Manchmal trifft man die richtigen Leute zur richtigen Zeit.

Ich bin selten so euphorisch gewesen.

Nina sieht das Ganze etwas nüchterner, aber ist auch begeistert.

Das Leben dort wird halt frei von westlichem Luxus sein. Es gibt eine Komposttoilette, aus der es aber stinkt. Ich werde mit dem Spaten wohl besser ein Loch graben und Balken drüber legen – wie es die Pfadfinder machen.

Die Regentanks dort sind bis oben hin voll, aber die Wasserpumpe ist kaputt. Duschen aus dem Eimer bedeutet das, und Geschirrspülen vorm Haus. Um das Wasser trinken zu können, müssen wir es abkochen.

Immerhin gibt es Solarstrom, jedenfalls tagsüber. Die Batterien sind kaputt und halten die Ladung nicht lange. Der Kühlschrank, der damit betrieben wird, ist also nachts aus.

einsameinsel2

Wie es mit dem Internet und diesem Blog weitergeht, weiß ich momentan noch nicht. Das Handy zeigt Verbindungsbalken an, ich kann aber niemanden anrufen. Möglicherweise klappt’s aber ja mit der Verbindung ins Netz. Hat jemand Ahnung davon, kann ich irgendwas tun, um eine Internetverbindung zu ermöglichen? Antenne bauen oder so?

Mit dem Essen wird es auf unserer neuen Insel auch etwas schwieriger, aber irgendwie muss es gehen. Wir kaufen riesigen Vorrat ein, Dosen ohne Ende, Nudeln und Reis ohne Ende. Auch Wasser in Flaschen, zur Sicherheit. Einmal im Monat kriegen wir Nachschub aus dem Boot.

Fisch gibt es dort genug, ich muss ihn nur noch fangen. Mein Speer von Nachbar Josepo ist fertig, aber dazu später mehr.

einsameinsel4

Als wir die Insel zum ersten Mal besucht haben, haben wir mit unserem Bootsmann gleich mal zwei Barakuda und einen kleinen Thunfisch gefangen. So habe ich auch gelernt, wie man Fisch überhaupt ausnimmt. Ich habe mich an einem Barakuda probiert, gar nicht so schwer.

An Früchten gibt es Papaya und Bananen, aber ansonsten nicht viel. Der Boden besteht fast nur aus Sand, nur in der Inselmitte gibt es ein wenig Erde. Um die Insel bin ich in zehn Minuten rumgelaufen.

Kürbis wächst noch, aber leider bisher ohne Blüten. Ich nehme mal an, dass halt jemand gießen muss, dann wird das schon.

Schnorcheln ist toll da draußen, allerdings darf man nicht zu weit rausschwimmen, weil es starke Strömungen gibt. Ich musste es bei unserem zweitägigen Erstbesuch unbedingt ausprobieren und habe prompt meinen ersten Riffhai gesehen. Nette Tierchen.

Ich kann’s kaum noch abwarten, bis es losgeht.



6 Kommentare
Dein Kommentar
 

Otto:
Montag, 19. Januar 2009, 11:48

Hallo ihr zwei,
wäre da etwas vorsichtig, die Zeit der Stürme geht dort noch bis März, wenn ein heftiger Orkan mit Sturmflut kommt habt ihr ein Problem, es wird kein Schiff mehr fahren und Hilfe könnt ihr nicht rufen.
Die Insel ist flach und leicht überflutbar, also mal nachdenken, will nicht bange machen aber riskant ist das schon.
Schöne Grüße Otto

Doppelpack:
Montag, 19. Januar 2009, 11:57

Hallo Adrian,
nun ist Halbzeit und perfekt für die nächste Herausforderung. Wenns mit dem blog auch noch funktioniert kanns besser nicht mehr werden. Sind schon mächtig gespannt wies weitergeht.

Alles Liebe
H.L. mit Anhang

Ronny:
Montag, 19. Januar 2009, 13:44

Hi Ihr Beiden.
Ich habt ja mal den Vollsparren!
Wie kann man auf so ne bescheuerte Idee kommen und von ner eh schon kleinen Insel mit fast nichts, auf ne noch kleinere Insel mit garnichts ziehen zu wollen?
Warum tut man sich sowas an?
Das ist ja wie freiwillig ins Gefängnis gehen, nur ohne Wärter, Strom, Wasser und Nahrung!
Grauenvoll der Gedanke! Mit der erreichbarkeit aufs Handy ist es gleich null! Hab gestern den ganzen Tag versucht bei euch anzurufen. Kam immerwieder die Nachricht das ihr nicht erreichbar seid. Jetzt weis ich warum!
Also alle Achtung, was ihr da jetzt Vorhabt, ich finds nicht gut. Aber ihr habt ja noch nie auf mich gehört.
Gruß Ronny

carmen und Rudy:
Montag, 19. Januar 2009, 18:40

hallo Ihr zwei Abenteurer befor es los auf die einsame Insel* nicht vergessen ? ? * mitzunehmen, eine aufblasbare Rettungs Insel* PaddelnLeuchtraketenSchwimmvestenTaschenlampefrisches Wasser* oder ein Kasten Krombacher Bier* Adrian ich habe früher in Canada so was änliches schon gemacht* Seid ja vorsichtig ! ! viele grüße aus Germany Carmen und Rudy*

Swen Krauß:
Mittwoch, 29. April 2009, 19:02

hallo herr hofmann,
herzliche grüsse aus dem momentan kalten heilbronn
sendet ihnen s.krauß (ordnungsamt HN)

Niels:
Sonntag, 7. März 2010, 16:40

find es derbe cool, hab sowas auch vor, aber für meinen geschmack habt ihr vieeeeeeelllll zu viel sachen mit…
ich mein einen kühlschrank, riesige mengen an lebensmitteln, fernglas usw. brauch man alles nicht, ist doch viel schöner wenn man mal nicht an die ganzen sachen angewiesen ist, sondern improvisiert und sich es selber fängt.



Dein Kommentar

Alle mit * markierten Felder sind Pflichtfelder.


Add to Technorati Favorites
 
Design & Realisierung: tp-werbeagentur