Sandbank verschoben

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Ein Sturm verändert auf unserer Insel immer alles. Vor allem ihr Aussehen. Die Sandzunge hat es jetzt von rechts nach links gedreht. Mal eben so, innerhalb einer Nacht. Tonnen von Sand. Ein paar kräftige Wellen. Was für eine Naturgewalt. Faszinierend.

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Achtung, Zyklon-Warnung

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"Habt Ihr schon ein Loch gegraben?"

So fängt unser deutschter Freund Uwe aus Taveuni immer ein Telefongespräch an. Man weiß bei ihm nie, um was es geht.

"Hä?", frage ich.

"Habt Ihr schon ein Loch gegraben?"

"Was?"

"Es gibt eine Zyklon-Warnung."

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Mein größter Fang

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Oh, wie bin ich stolz.

Der alternde Mann und das Meer.

Ich hatte an jenem Abend schon nicht mehr dran geglaubt, das einer beißt. Aber die kommende Flut hat mir das hier beschert!

Das ist eine Tilles Makrele. Fast 70 Zentimeter lang, zehn Kilo schwer.

Sie war mein bisher größter Fang – und die größte Anstrengung, einen Fisch an den Strand zu ziehen.

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Vom Nichtstun

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Es ist nicht viel, was wir auf der einsamen Insel arbeiten. Ehrlich gesagt recht wenig. Aber manchmal müssen wir doch noch etwas machen. Kokosnüssen zusammentragen zum Beispiel. Oder heruntergefallene Palmwedel rumschleppen. Oder anderes Geäst mit der Schubkarre auf einen Haufen kippen. Besonders anstrengend ist meist der Mittagsschlaf. Das war dann glücklicherweise alles.

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James-Bond-Gecko

Komischerweise gibt es auf unserer Insel etliche Heuschrecken. Abends, wenn wir bei Kerzenlicht in Bücher vertieft sind, gesellen sie sich zu uns, direkt auf den Tisch. Wir waren gerade in einer anderen Welt, als es plötzlich einen dumpfen Schlag ließ. Ein James-Bond- Gecko ließ sich vom Wellblechdach fallen, um Beute zu machen. Als wir einen Sekundenbruchteil später auf die Tischplatte aufgesehen habe, hatte er seine ausgewählte Heuschrecke schon im Mund.


Blöder Müll

muell

Selbst auf einer abgelegenen einsamen Fiji-Insel findet man immer wieder Müll am Strand. Mit jeder Flut treibt es irgendwo eine Plastikflasche oder einen Badelatschen an. Wir sammeln regelmäßig alles ab und verbrennen das Zeug (manchmal einen ganzen Sack voll) in einer Tonne hinterm Haus. Den nicht brennbaren Müll geben wir Jonny mit, der dann alles auf dem besten Weg entsorgt. In Taveuni gibt es eine Art Müllabfuhr. Trotzdem: Schade, dass es überall auf der Welt diesen Müll gibt und Leute, die sich nicht darum scheren. Manche Typen scheinen ihren Abfall über Bord zu werfen.

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Drink für Zwischendurch

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Zum Glück haben wir viele Bananen auf unsere einsamen Insel. Die Stauden hängen wir immer in ein dunkles Zimmer, damit die Bananen möglichst langsam reifen und wir über einen langen Zeitraum verstreut frische Bananen haben. Alle paar Tage gönnen wir uns dann Bananenmilch, die wir mit viel Milchpulver machen. Ich habe mal im Gerümpel herumgekramt, das unser Vermieter hier liegen hat – und da ist doch tatsächlich ein Shaker dabeigewesen. Ein richtiger Shaker. Der mit dem Solar auf dem Dach sogar funktioniert!

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Fischwäsche

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An diesem Tag dachte ich, die Welt geht unter. Oh mein Gott! Hat jemand schon mal an Wäsche gerochen, mit denen tagelang geangelt wurde. Noch dazu hatte ich sie an, wenn ich die Fische ausgenommen habe. Nina hat sich in weiser Voraussicht geweigert, meine Fischklamotten zu waschen. Also blieb mir nicht anders übrig:

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Gecko säuft unser Bier weg

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Oh nein. Da macht man einen harmlosen Strandspaziergang, und prompt trinkt ein Gecko unser letztes Bier (Marke Fiji Bitter) leer. Ich könnte ihn dafür umbringen. Was denn nun?

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Kleiner Nachtrag zur Fischwoche

Wir haben dazu leider keine Fotos, was uns natürlich des Anglerlateins verdächtigt. Aber in der letzten Vollmondnacht haben wir tatsächlich einen Riffhai aus dem Wasser gezogen. Er war einen guten Meter lang. Ich habe nicht so recht gewusst, was ich tun soll – außerdem ging mir die ganze Zeit ein fijianische Aberglaube durch den Kopf: Wer einen Hai tötet, wird irgendwann selbst von einem Hai getötet. Ich habe ihn also letztendlich zurück ins Wasser gezogen und die Leine abgeschnitten. So ein Hai hat übrigens ordentlich Kraft…


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