
Was da auf den Köder zugeschwommen ist, hat mich gleich skeptisch gemacht. Im Wasser sah es aus wie eine Mischung aus Muräne und Rochen. Ich habe nur schlängelnde Bewegungen gesehen. Dann hat es zugebissen, und heraus kam ein kleiner Ammenhai.

Dass ein Hai beißt, ist auf der Insel nicht ungewöhnlich. Das hier ist das Reich der Großen Grauen. Riffhaie schwimmen bis nah an den Strand heran, jeden Tag. Zum Glück sind sie so stark, dass sie mir meistens die Angelleine durchbeißen – so bleibt mir das Problem erspart, sie wieder zurück ins Wasser zu kriegen.
Bei diesem etwa einen Meter langen Baby-Ammenhai war das aber auch nicht so schwer: Auf der felsigen Inselseite, auf der ich gefischt habe, bilden sich bei kommender Flut einige Tidentümpel und kleine Bäche, die sie miteinander verbinden. An einer solchen Stelle habe ich den Ammenhai von der Leine geschnitten, und er war im Nu wieder hinweg in der Lagune.
Als ich am Maul ein Paar kurze Barteln erkannt habe, war mir klar: Das kann kein Riffhai sein.

Auffällig am Ammenhai ist auch das Fehlen einer ausgebildeten Schwanzflosse, es ist mehr ein Ausläufer.

Er hat zwei etwa gleich große Rückenflossen, wie auf dem Bild oben zu sehen.

Und hier sind die schlängelnden Bewegungen zu erkennen.

Der Hai auf dem Weg zurück ins Meer.

Bis zum nächsten Mal.
Im Bestimmungsbuch für Korallenfische stehen noch spannende Details über Ammenhaie: Er ist solitärer Bodenbewohner, ruht auf Sand in Höhlen und Spalten. Er geht nachts auf Jagd nach Fischen, Krebsen, Tintenfischen und sogar Seeigeln, die eingesaugt werden. Ammenhaie sind harmlos. Werden sie allerdings provozier, können sie sich verbeißen wie eine Dogge.

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Montag, 25. Januar 2010, 16:31
des mit dem hai is ja cool …aber würdet ihr ihn auch essen ? fänd ich ziemlich fies!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!