Die Sandinsel hat eine Palme

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Unsere Nachbarinsel besteht nur aus weißem Sand und ragt aus dem Meer wie ein dickbäuchiger Engländer, der sich auf dem Rücken treiben lässt. Wir dachten: Da muss eine Kokosnusspalme hin. Also bin ich rübergepaddelt und habe eine gepflanzt. Das Ergebnis hat etwas. Auf dem Foto sieht man im Hintergrund unsere Insel.


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Dieses Bild zeigt das Einer-Kanu auf einer der beiden Halbmond-Sandinseln, die vor der dritten, großen Sandinsel liegen. An ihnen lassen sich gute Zwischenstopps einlegen, und außerdem sind sie gute Standorte zum Baden und Fischen. Aber der Sand verschiebt sich ständig mit Wind und Strömung, die Inseln sind nicht von Dauer. Mal ist unsere Sandbank vorm Haus extrem lang, dann wieder ist sie kurz und der Sand leuchtet im Wasser, und als Nächstes hat er sich zu einer Insel geformt, die bei hohem Stand der Flut sogar ganz überspült wird.

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Die große Sandinsel ist etwa 400 Meter von unserer Insel entfernt. Ein paar kleine Kokosnusspalmen scheinen schon auf ihr wachsen zu wollen. Das liegt daran, dass hier fast jeden Tag Kokosnüsse, die von den Palmen unserer Insel fallen, angetrieben werden. Aber sie haben keine Zukunft, weil die Wellen sie nicht hoch genug an den Strand spülen. Diese Insel ist mir sowieso ein Rätsel. Ich vermute, sie ist deshalb vor dem Meer so gut geschützt, weil im Wasser links und rechts alles voller Felsen ist. Oben, auf der Inselspitze, sind überall Krater im weißen Sand verteilt. Das sind die Spuren von Schildkröten, die hier ihre Eier gelegt haben. Außerdem brüten viele Vögel im Sand. Und in einem kleinen Schiffswrack, das sie vor Wind und Wasser abschirmt:

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Damit die Palme nicht gleich eingeht am neuen Platz, habe ich Dünger verwendet, schaumstoffähnliche Masse aus Palmenstümpfen.

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Hier eines der riesigen Schildkrötennester

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Am Ende der Sandinsel ragen Felsen ins Meer. Das ist nicht nur das Ende der Insel, sondern auch das Ende der Welt.

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Da bin ich schon wieder auf dem Rückweg, die Sonnencreme glänzt in meinem Gesicht. Hinter mir ist unsere Insel zu sehen, davor die beiden kleinen, vorgelagerten Sandinselchen.

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Und wieder daheim, auf der Sandbank.



1 Kommentar
Dein Kommentar
 

ein traum:
Freitag, 10. Juli 2009, 19:21

mir fehlen die worte.



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