
So sieht der Strand von Nina und Adrian vergrößert aus.

So sieht der Strand von Nina und Adrian vergrößert aus.

Ganz wichtig für Fijianer, völlig unwichtig für uns: ein Stamm, in dem Kavawurzeln zu Pulver zerstampft werden. Liegt bei uns vor dem Haus rum und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Vielleicht, wenn der Ratu mit ein paar Freunden auf der Insel vorbeikommt und ein Lovo, Erdofen, macht. Ohne Kava läuft in Fiji nichts.
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Vor einigen Monaten verbrachten meine Frau Karin und ich einen Urlaub in der Toskana, zu dem wir mit dem eigenen Auto angereist waren. Wir hatten ein Navigationssystem dabei, das bisher stets zu unserer Zufriedenheit funktioniert hatte. Eines Tages hatten wir den Besuch eines kleinen malerischen Ortes 50 Kilometer entfernt geplant. Wie gewohnt gaben wir die notwendigen Informationen in unser Navi ein und fuhren los. Die Streckenführung kam uns schon kurze Zeit später seltsam bekannt vor, waren wir sie doch Tags zuvor schon einmal gefahren. Nach 20 Kilometern rüttelte mich mein Instinkt wach und ich beschloss einen Blick auf die Straßenkarte zu werfen. Oh je! Der Zielort lag in der entgegengesetzten Richtung. Wie konnte das passieren? Der gewünschte Zielort hieß Sasseta, eingegeben hatte ich aber Sasetta, einen Ort den es offensichtlich auch gab. Wir hatten einen unserer natürlichsten Sinne, den Orientierungssinn, einfach über Bord geschmissen und uns der verführerischen Stimme unserer elektronischen Mina hingegeben.
Alle zehn Jahre verdoppelt sich zurzeit das Wissen der Menschheit – und wie viel geht verloren? Blöde Navigationsprothese, dachte ich. Und meine Gedanken glitten in den Südpazifik. Dorthin, wo sich vor etwa 4000 Jahren Menschen aufgemacht hatten, ein Gebiet zu besiedeln, fast so groß wie die Oberfläche des Mondes, bevölkert mit Inseln, die gerade mal ein Prozent dieser Fläche bedecken.

Neue Kategorie im Fijiblog: Herbert Straatman, den ich während seines Urlaubs auf der Insel Taveuni kennengelernt habe, schreibt über alles, was mit Südseewissen zu tun hat. Er ist 46 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Villingen-Schwenningen. Mit seiner Frau Karin bereist er seit 1995 die Inseln im Südpazifik, deren Faszination sie seither nicht mehr losgelassen hat. Mehr Infos über Herbert Straatman gibt es unter Team. Sein erster Text ist schon fertig – er beschäftigt sich mit der Inselwelt im Südpazifik und ihrer Entstehung:
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Nachbar Floyd, 24, hat seine Freiheit verloren – und die Namata Bay sich für eine Nacht in eine Discomeile verwandelt. Für Nina und mich war es das erste Mal, dass wir auf eine fijianische Hochzeit eingeladen waren. Wir sahen das Brautpaar in seinem traditionellen Gewand und erlebten, wie in der Südsee ein richtiges Fest gefeiert wird. Dabei gilt offenbar: Je größer die Frangipani-Blüten hinterm Ohr, desto größer die Partylaune.
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Also, es ist eigentlich gar nicht so schwer, die Krabben zuzubereiten – es ist nur ungewohnt. Nachbarin Maria hat mir vier bereits gekochte männliche Krabben mitgegeben. "Hau’ einfach mit etwas drauf, dann kannst du das Fleisch aus den Zangen holen", hat sie gesagt. Tatsächlich, so geht das, aber man sollte nicht auf den großen Panzer in der Mitte schlagen – da spritzt braune Flüssigkeit raus.
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Mitte November, es ist soweit. Die Nacht ist schön wie nie. Das Licht des Vollmonds strahlt von den Palmwedeln herab, der Strand leuchtet wie ein fluoreszierender Sticker. Das scheint auch den Krabben zu gefallen: Überall kommen große, rote Exemplare mit noch größeren Zangen aus ihren Löchern. Eine Invasion. Eine, auf die sich die Fijianer monatelang freuen – sie stehen auf das zarte Krabbenfleisch.
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Eine ganze Woche lang haben die Leute in der Namata Bay von einer bald stattfindenden Beerdigung im Dorf Togo gesprochen. Und ob wir denn vielleicht mitkommen wollten, man würde sich freuen. Ein komisches Gefühl hatten wir bei dieser Sache schon, aber unsere Nachbarn ließen einfach nicht locker. Also gingen wir eben hin und erlebten eine große und lange Zeremonie, bei der das ganze Dorf unterwegs und immer irgendwie beschäftigt war.
(weiterlesen…)Großer Feiertag: Seit dem 10. Oktober 1970 ist Fiji keine Britische Kolonie mehr. Unsere Nachbarn genießen diesen Tag mit einer ausgiebigen Pause und Grog, wir haben es ihnen gleichgetan.

Kein fijianisches Haus ohne geflochtene Matten auf dem Boden. Nachbarin Kasa hat uns gezeigt, wie die traditonellen Matten gemacht werden – ganz schön kompliziert. Ein paar Frauen sind von der Nachbarinsel Taveuni gekommen, um die Blätter der speziellen Palmenart abzuschneiden, zu kochen und anschließend zu trocknen. Tagelang saßen sie am Strand und haben sich die Blätter zurechtgeschnitten. Danach beginnt der noch mühsamere Teil der Arbeit: das Flechten. Diese Stufe 2, ist gerade ein bisschen wie bei Sendung mit der Maus, zeigt uns Kasa nächstes Mal.