Das hat mich vielleicht Nerven gekostet: Als ich abends meinen Laptop aufklappte, um einen Weblogbeitrag zu schreiben, sind etliche Ameisen aus dem Bildschirmrand gekrabbelt. Ich dachte, ich spinne. Und es kam, wie ich es mir gedacht hatte: Der uralte Gericom-Laptop ging nicht mehr an. Nach einem ersten Panikanfall habe ich ein bisschen Kakerlaken-Tötungsspray auf den Bildschirm und die Tasten gesprüht. Doch auch das hat nichts gebracht. Ich war den Tränen nah. Eine Stunde später das kleine Wunder: Der Rechner ist wieder angesprungen. Vielleicht haben die Ameisen nur alles gesäubert, und dabei gar nichts zerstören wollen. Wäre eigentlich eine nette Geschäftsidee: die Ameisen-Laptop-Putzkolonne.
Plenty lemons

Wieder etwas gelernt: Mit kurzen Fingernägeln sollte man keine Zitronen auspressen. Das tut höllisch weh. Wir haben plenty lemons im Garten, alle sehr sauer. Die Sache hat mich irgendwie an unseren Fiji-Urlaub 2006 erinnert. Damals hatte ich mich nach dem Hacken von Chili die Augen gerieben. Eine tränenreiche Nacht.
Chili, Fingernagel, Lemons, Plenty, Zitronen
Speer bestellt
Josepo ist ein toller Nachbar. Er ist ein alter Mann, der alles kann. Vor allem Speerfischen, wie die Insulaner erzählen. Von einem Felsen vor unserem Hüttchen soll er vor einem halben Jahr einen Meter großen Fisch gezogen haben, der auch noch lecker geschmeckt haben soll. Diese Geschichte hat mir einen ziemlichen Hunger gemacht, weshalb ich mir Speerspitzen gekauft habe. Zehn Stück. Fünf für Josepo, fünf für mich. Josepo wird mir einen Bambusstab aus dem Busch holen, an dem er die Speerspitzen mit Draht befestigt. Dann gehen wir zusammen auf die Jagd. Ich kann wohl nur darauf setzen, dass er mir am Abend danach einen seiner vielen Fische abgibt. Speerfischen erfodert sicherlich eine Menge Übung.
Bambus, Fischen, Speerfischen
Die erste Kokosnuss

Ich Tarzan. Es hat lange gedauert, bis sie auf war, meine erste Kokosnuss. Aber mit dem Buschmesser fiel es leichter als mit Schraubenzieher. Zunächst habe ich mich damit abgemüht, das fasrige Polster abzuziehen – und mich später entschlossen, wuchtig draufzuschlagen. Das hat dann auch geklappt. Trotzdem werde ich vorm nächsten Mal einem Local zuschauen, der braucht wahrscheinlich nur ein müdes Lächelns, um eine Kokosnuss aufzubekommen. Der schwierige Teil beginnt ja im Grunde auch erst danach: Das Kokosnussfleisch sitzt hartnäckig in seiner Schale.
(weiterlesen…)Buschmesser, Cast Away, Kokosnuss, Tarzan, Tom Hanks
The Coke side of Fiji

An manchen Tagen verspüre ich ein extremes Verlangen nach einer kalten Cola. Ziemlich schwierig, von diesem Gesöff wegzukommen. Ich hoffe, dass ich nach der Insel endlich clean bin.
Coca Cola, Coke, Coke side of Fiji, Sucht
Wie schält man eine Ananas?

Es scheint schon etwas laienhaft, wie wir vor ganz normalen Früchten sitzen. Aber wann schält man in Deutschland schon mal eine Ananas? Ich kenne bisher nur die Ringe aus Dosen. Deshalb gestaltete sich die Angelegenheit mit einem Original-Exemplar vom Markt etwas kompliziert. Nina arbeitete lange daran, bis sie alles in mundgerechte Stücke geschnitten hatte. Naja, wir trösten uns: Auf der nächsten Insel helfen uns bei solchen Vorhaben hoffentlich die Locals. Die werden einiges zu lachen haben, daran müssen wir uns gewöhnen.

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